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Wie es der Name bereits andeutet, stammt die Tahitiperle aus der Südsee. Genauer gesagt aus Französisch Polynesien. Die Tahitiperle ist heutzutage eine Zuchtperle. In den Zuchtanlagen der Südsee herrschen  optimale Bedingungen für die Perlenzüchter, da das Wasser dort angenehm warm und sauber ist. Diesen Zustand lieben die Muscheln, in denen die Perle heranreift. Eine Perle reift aber nicht innerhalb weniger Wochen heran. Salzwasserperlen, wie Tahitiperle, benötigen mehr als zwei Jahre dafür.

Leider erging es der Tahitiperle vor rund 100 Jahren wie vielen anderen Tierarten. Die Nachfrage war so hoch, dass der natürliche Bestand fast ausgerottet wurde. Damals wurde die Auster aber nicht wegen ihrer Perle gefangen und ausgenommen, sondern wegen ihrer Schale. Auf der Innenseite dieser befand sich nämlich das ebenfalls wunderschön schillernde Perlmutt, welches vor allem für die Herstellung von Knöpfen, Kämen, Schmuck oder Haarklammern verwendet wurde.

Nachdem man die Tahitiperle fast ausgerottet hatte, wurde sie glücklicherweise unter Naturschutz gestellt. Da es aber immer noch eine nach wie vor hohe Nachfrage gibt, wird die Tahitiperle heute fast ausschließlich in Zuchtanlagen hergestellt.

Natürlich stellt sich die Frage, wie eine solche Perlenzucht eigentlich aussieht. Schließlich leben die Austern unter Wasser. Die Perlenauster ist sogar quasi am Boden festgewachsen. Die Muschel selbst gehört sicherlich zu den wichtigsten Meeresbewohnern. Sie filtert nämlich bei der Nahrungsaufnahme (sie liebt Plankton) jede Menge Meereswasser. Ob und wie eine Perle entsteht ist eigentlich eher ein Zufall. Experten gehen davon aus, dass zunächst ein Fremdkörper in die Auster gelangt ist und die Muschel diesen versucht einzuschließen. Hierfür nimmt sie Perlmutt, das kontinuierlich anwächst. Natürlich kann sich ein Züchter nicht darauf verlassen, dass durch einen Zufall eine solche Perle entsteht. Daher haben pfiffige Austernzüchter in Japan vor rund 100 Jahren künstlich Fremdkörper in die Austern eingesetzt. Dieses Prinzip funktioniert auch noch heute und wurde in den letzten Jahrzehnten perfektioniert. Auch sammelt man heutzutage die Austern nicht mehr vom Meeresboden ein. Sie werden vielmehr in riesigen Wasserfarmen im Netz gehalten. An die Muscheln dürfen nur absolute Profis. Dies gilt sowohl beim Einsetzen der Fremdkörper, als auch bei der regelmäßigen Untersuchung bzw. Reinigung. Im Gegensatz zu früher werden die riesigen Austern auch nicht mehr getötet, so dass man mehrere Zuchtvorgänge durchführen kann.

Posted under Allgemein von admin on Dienstag 11 Mai 2010 at 19:58

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